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Pia's Fotowelt

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Friaul

Schon mehrmals besuchte ich das Friaul. Es gehört zusammen mit dem Piemont und der Toskana zu den Top Weinregionen Italiens und seine Weine erlangten schon höchste Auszeichnungen. Daneben locken etwa 300 Burgen/Schlösser und herrliche Landschaften zum Erkunden. Udine im Herzen des Friauls mit seinen venezianischen Gebäuden und kühlenden Wasser-Kanälen die sich um die Stadt ziehen. Auf einer Terrasse über dem Tagliamento liegt der alte Ort Spilimbergo mit seiner traditionellen Mosaikschule. Im Süden nahe der Lagune die ehemalige Hafenstadt Aquileia die in der Antike jene Stelle einnahm, die später Venedig und dann Triest innehatten. Ganz im Süden die "Sonneninsel Grado" mit langen Sandstränden, Kanälen durch die Stadt und vielen Ausflugsmöglichkeiten.

Das Friaul wurde schon mehrmals von schweren Erdbeben heimgesucht. Zuletzt im Jahre 1976. Bei diesem Erdbeben kamen fast 1000 Menschen ums Leben, jahrhundertealte Städte, Burgen und Dörfer wurden zerstört. Gemona und Venzone waren bis zu 90% zerstört. Tausende Freiwillige aus ganz Italien halfen beim Wiederaufbau. Heute zeigt eine Bilderwand, eindrücklich den Wiederaufbau, auf dem Dorfplatz.

Im Friaul wachsen einige der besten Weissweine Italiens. Aus dem Grenzgebiet zu Slowenien stammen edle Säfte wie Collio bianco oder Vitovska. Die Collio Hügelkette liegt ganz im Osten, eingeklemmt zwischen der Isonzoebene im Süden und der Grenze zu Slowenien im Norden.
Eine Weinstrasse führt über Subida-Pradis-Russiz nach San Floriano del Collio. Eine andere Weinstrasse führt von Tarcento-Nimis-Faedis Richtung Cividale. Bekannt ist die Dessertwein Gegend Ramandolo. Die Weingüter die wir besucht haben sind auf der rechten Seite aufgelistet.
La Tunella Weine munden mir persönlich am besten.

San Daniele del Friuli

Der kleine Ort mit berühmtem Rohschinken. Der Parmaschinken mag wohl der bekannteste sein, aber der wahre Geheimtipp für eingefleischte Prosciutto-Liebhaber ist der aromatische, süsslich-saftige Schinken aus dem Dorf San Daniele im Herzen Friauls.
Verwendet wird der Oberschenkel des Schweins, pökelt ihn mit Salz ein und lässt ihn an den nach Norden ausgerichteten Fenstern durch den kalten, trockenen Bora-Wind trocknen. Es gibt einige Herstellerfirmen, wo aufgezeigt wird wie lange die Produktions- und Lagerzeit bis zur Auslieferung ist. Wir besuchten die Produktion der Morgante und einmal die der Rino Bagatto.
In der spätgotischen Kirche Sant Antonio Abate sind die Freskenbilder (Freskenzyklus) von Pellegrino San Daniele - nach Pordenone der wichtigste Renaissancemaler des Friauls.

San Daniele

Spilimbergo "Stadt der Mosaikkunst"

Wir besuchten die Mosaikschule während des Unterrichts und die Schüler überraschten uns mit ihren selbstgemachten Mosaikarbeiten. Überall gibt es wertvolle Arbeiten, die in dieser Mosaikschule und den lokalen Werkstätten entstanden sind. Aus der ganzen Welt kommen hier Lehrlinge an um die Kunst des Mosaiks zu lernen. Wer endlich einen Lehrplatz in Spilimbergo erhalten hat gibt nicht so schnell auf. Ein äusserst präzises Arbeiten und Fingerspitzengefühl wird verlangt. Die ganze Stadt ist im Mosaikfieber und vielerorts sind verschiedene Bauten mit Mosaik erschaffen worden.

Spilimbergo

Palmanova

Diese Stadt müsste eigentlich von oben betrachtet werden. Denn sie wurde Sternenförmig erbaut. Sie entstand Ende des 16. Jh. als venezianische Festungsstadt. Ein Bollwerk gegen die Türken und Machtdemonstrationen gegenüber Österreich. Statuen der Generalstadthalter von Palmanova, die auf hohen Sockeln an der Einmündung der sechs Straßen aufgestellt sind ergänzen, den sonst so kahlen Platz im Stadtinnern.
Die mächtigen Verteidigungsbauten bestehen aus einem ersten Mauergürtel (Umfang 3 km), der in Kurtinen und Brustwehren gegliedert ist und durch einen Graben (37 m breit) geschützt wird; zur Anpassung an die neuen Belagerungstechniken, folgte später ein zweiter Gürtel. Die drei von Scamozzi entworfenen Zugangstore zur Stadt, ergänzen die urbanistische Anlage: Porta Aquileia (früher Porta Marittima), Porta Cividale (hier ist das Heeresmuseum untergebracht)
Wer diese Stadt anfährt, sieht erst von Nahem, dass es überhaupt eine Stadt ist. Denn kein Gebäude ist höher als 4 Stockwerke. Damals wurde sogar die Kirche mit einem kleinen Kirchturm gebaut, damit dieser von der Ferne nicht gesehen werden konnte.

Palmanova Festungsstadt

Cividale del Friuli

Der Überlieferung nach wurde die Stadt um 50. v. Chr. auf Wunsch Julius Cäsars gegründet und wurde Forum Julii genannt (Markt des Julius).
Eindrücklich die Teufelsbrücke über der Natisone Schlucht. In der Mitte der Brücke steht ein Brückenpfeiler auf einem natürlichen Stein. Angeblich soll nach der Sage nach der wütende Teufel selber diesen Stein in den Fluss geworfen haben.
Wer einen Ausflug von Udine unternehmen möchte, kann mit dem Zügli nach Cividale fahren. Z.B. am Freitag zum Wochenmarkt.

Cividale del Friuli

Aquileia die Hafenstadt aus der Antike

Die alte Hafenstadt Aquileia aus der Antike - die jene Stellung einnahm wie später Venedig und Triest. Nach der Zerstörung durch Hunnen und Langobarden ist nur sehr wenig übrig geblieben.
Im römischen Reich, 181 v.Chr. gegründet, haben hier mal 150'000 Menschen gelebt. Die Stadt war ein bedeutender Hafen und Hauptstadt der Provinz Forum Julii Caesaria.
In der Kathedrale erfolgte unter dem Patriarchen Poppo (1019-1042) als Teil der ehrgeizigen Initiative der Wiederaufbau. Die grosse Attraktion in der Kathedrale ist der prächtige Mosaikfussboden, der zu den ältesten, mit 645m2 der grösste der christlichen Spätantike gehört. Die Bilder zeigen das Leben und die Sorgen der Menschen dieser Gegend.
Was mir sehr zu denken gab, war die Feststellung: Das Meer (die Lagune) reichte in der Antike bis nach Aquileia. Die Handelsschiffe fuhren bis zum Hafen zum be- und entladen. Heute befindet sich die Lagune von Grado ca. 5km südlicher.