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Pia's Fotowelt

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Filmbücher

Jenseits von Afrika

von Tania Blixen

In den Hauptrollen: Meryll Streep und Robert Redford

Die Geschichte im Buch hat die Autorin Tania Blixen selber erlebt und aufgeschrieben. Sie lebte lange Jahre auf einer Kaffeeplantage in Kenia.
Ein eindrückliches Buch und der Film dazu mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, zwei hervorragenden Schauspielern und einer herzzerreissenden Liebesgeschichte die leider sehr traurig endet.

Auszug aus dem Buch

... ich hatte eine Farm in Afrika am Fusse der Ngongberge. Hundert Meilen nördlicher lief der Äquator durchs Hochland, aber die Farm lag in einer Höhe von über zweitausend Metern. Da spürt man tagsüber die Höhe, die Nähe der Sonne, aber die Morgenfrühe und die Abende sind klar und friedvoll, und die Nächte sind kalt.

... Eines Tages flogen Denys und ich zum Natronsee; er liegt neunzig Meilen südwestlich der Farm und über zwölfhundert Meter tiefer, achthundert über dem Meere. Am Natronsee wird Soda gewonnen. Der Grund des Sees und seine Ufer scheinen aus einer Art weisslicher Zementmasse zu bestehen, die stark säuerlich und salzig riecht.
Der Himmel war blau, aber als wir von der Hochebene hinausflogen über das steinige, kahle Tiefland, waren alle Farben darin wie abgebrannt. Die ganze Landschaft unter uns sah aus wie feingezeichnetes Schildpatt. Mitten drin lag plötzlich der See. Wir waren hoch geflogen, nun glitten wir hinab, und als wir uns herab senkten, schwamm unser eigener Schatten dunkelblau unter uns auf dem hellblauen See. Tausende von Flamingos leben hier, obwohl ich nicht begreife, wovon sie sich in dem Brackwasser nähren. Wir landeten auf dem weissen Ufer, das glühend war wie ein Ofen, und frühstückten dort, vor der Sonne geschützt, unter einem der Flügel der Maschine...

Sieben Jahre in Tibet -- das Filmbuch

von Laurence Chollet

In der Hauptrolle: Brad Pitt
Das Filmbuch berichtet über das ungewöhnlichste und ehrgeizigste Projekt das Hollywood je gefilmt hat.

Die Verfilmung von Heinrich Harrers im Jahre 1952, der während des 2. Weltkrieges seine abenteuerliche Flucht aus dem indischen Internierungslager in das Land des Dalai Lamas führte, nach Tibet. Ein unvergessliches Panorama entstand während der Drehzeit der letzten Jahre des sagenumwobenen Gottkönigs in Freiheit und dies zu entfalten und darzustellen war eine echte Herausforderung.

Der Regisseur Jean-Jaques Annaud reiste 1995 ins Tibetische Hochland um die Vorbereitung der Motivsuche für den Film auszusuchen. Viele Aufnahmen konnten nicht in Tibet gemacht werden. Dazu diente der nordindische Provinzstaat Ladakh, einem buddhistischen Land im Himalaja, das grosse Ähnlichkeiten mit Tibet aufweist.

Wer hätte gedacht, dass die meisten Szenen im Argentinischen Hochland gedreht wurden. Schon dazumal im Jahre 1996 kamen die Schauspieler und die Crew aus aller Welt zusammen. Es wurden mehrere Hundert Schauspieler und Kostüme für sieben oder acht Wochen transportiert und dort untergebracht. Alleine der Bautrupp bestand aus 525 Personen. Dann noch die Leute vom Catering, die alle Anwesenden dreimal täglich mit Essen und Trinken versorgen mussten. Rund 240 Lastwagen, Busse, Transporter und Autos wurden dazu benötigt.

Die Bergszenen wurden in Kanada, am Fusse des Mount Waddington gedreht. Es war der einzige Ort, ausserhalb des Himalajas wo es derart gewaltige Höhenunterschiede zwischen Gipfeln und Tälern gibt.

Nachtrag zu Tibet

Die Eroberung Tibets durch die Chinesen kostete mehr als 1,2 Mio der 6 Mio Tibetern das Leben. 6254 grössere Klöster vollständig zerstört, und nur 13 blieben - wenn auch entweiht - zum Teil verschont. Sämtliche 800'000 Mönche und Nonnen wurden gezwungen, ihre Kleidung abzulegen, ihrer Religion abzuschwören und - unter Androhung von Waffengewalt - sich gegenseitig umzubringen. Nur ein paar Tausend gelang die Flucht über die Himalajapässe nach Nepal, Bhutan oder Indien. unter Androhung Mehr als sechstausend Klöster wurden zerstört.
1959 wurde der Dalai Lama gezwungen, ins indische Exil zu fliehen. Dort lebt er noch heute und bemüht sich um eine friedliche Lösung mit den Chinesen.

Nach Österreich zurück gekehrt, schrieb Heinrich Harrer Sieben Jahr in Tibet und eine Reihe anderer Bücher über dieses tolerante Volk und seine religiöse Kultur, die ihn so tief beeindruckt hat.
1989 wurde dem Dalai Lama der Friedensnobelpreis verliehen.
Heinrich Harrer und der Dalai Lama sind bis heute Freunde geblieben.

Bücher von Weltbild

Wer gerne liest und sich auch öfters Bücher kauft findet bei Weltbild eine grosse Auswahl.
Und sogar portofrei !

Schrei nach Freiheit

von Donald Woods

Dieses Buch war eines der bewegendsten Bücher die ich je gelesen habe. Bis dahin, Ende der 80er Jahre, als ich anfing dieses Buch über Steve Biko zu lesen, wusste ich nicht, dass es in Südafrika solch krasse Unterschiede gab zwischen den verschiedenen Menschenrassen.
Weisse und schwarze durften nicht im gleichen Bus fahren. Sie durften nicht in die Geschäfte der Weissen.

Donald Wood beschrieb in seinem Buch die Freundschaft zwischen Biko und seiner Familie. Leider endete diese Freundschaft tragisch. Wieder einmal mehr wurde mir bewusst, dass wir hier in der Schweiz in einem beschützen Land aufgewachsen und aufgehoben sind.

Biografie von Steve Biko
Stephen Bantu Biko war das dritte der vier Kinder von Mathew Mzingaye Biko und Alice Nokuzola Biko. Er zeigte sich bereits in seiner Schulzeit als vehementer Gegner der Apartheids-Politik. 1966 begann er ein Studium der Medizin in Durban an der University of Natal Medical School (Black Section). Sein wachsendes politisches Engagement, zunächst in der von ihm begründeten South African Students Organisation (SASO), führte jedoch zu nachlassender Studientätigkeit. So wurde er 1973 zwangsexmatrikuliert.
Biko beteiligte sich 1972 an der Gründung des Black Community Program (BCP) und trat bei großen öffentlichen Versammlungen auf. 1973 verhängte die Apartheids-Regierung einen Bann über ihn, der mit scharfen Auflagen verbunden war: er wurde überwacht, durfte seine Heimatstadt nicht verlassen und nicht mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen. Aufgrund dieser Auflagen konnte Biko, der sich zunehmend für Rechtsfragen interessierte, nur ein Fernstudium der Jurisprudenz aufnehmen.

Buch und Verfilmung
Donald Woods informierte über das Schicksal Bikos in seinem Buch Steve Biko – Stimme der Menschlichkeit. Richard Attenborough drehte nach diesem Buch 1987 den Film Schrei nach Freiheit.

Auszug aus dem Buch
"Der Hinterhof der Kirche war klein und von Unkraut überwuchert. Der Hof wurde von einem hohen Baum beherrscht, der auch über ein kleines Eckgebäude schräg gegenüber der Kirche hinausragte. Dieses Gebäude enthielt drei Büroräume und eine Veranda, und davor stand Biko. Ich bin fast einen Meter achtzig gross, aber er überragte mich um einiges und hatte den massiven Bau eines Schwergewichtsboxers, der nicht vollkommen durchtrainiert ist und daher etwas zuviel Gewicht mit sich herumträgt. Seine Züge waren angenehm, sein Ausdruck jedoch eher prüfend als wohlwollend. Er begrüsste mich zurückhaltend und bat mich in einen Raum, der vermutlich sein Büro war. Ich begann damit, ihm zu sagen, dass ich mehr über Black Consciousness, die meiner Meinung nach zu sehr nach schwarzem Rassismus aussehe, erfahren wolle. Ich erinnere mich, mit dem Satz aufgehört zu haben. "ich muss mich, verdammt noch mal, nicht dafür entschuldigen als Weisser geboren zu sein, und auch nicht entschuldigen für eine Rassenpolitik, die ich nicht unterstütze.
Seine Reaktion verblüffte mich. Er hatte die ganze Zeit mit ernster Miene zugehört, aber als ich ausgeredet hatte, wurde sein ganzes Gesicht plötzlich von einem alles überdeckenden Grinsen belebt, sein Körper nahm eine Haltung an, die mir in den kommenden Jahren wohlvertraut werden sollte - er rutschte in die Tiefe des Sessels, bis er fast auf dem Rücken lag. Es war eine Haltung der völligen Entspannung und sollte später ein sicheres Zeichen dafür werden, dass Steve es sich für eine lange, lange Diskussion bequem machen wollte.
....
Das war meine erste Begegnung mit Steve Biko und sie hatte genügt, mich davon zu überzeugen, dass er ein ungewöhnlicher begabter Mann war. Sein schneller Verstand, seine herrvorragenden Formulierungen und seine intellektuelle Kraft waren überaus beeindruckend. Er hatte die Ausstrahlung und die Statur eines Führers, und auf meinem Heimweg kam ich zu dem Schluss, dass dieser Biko möglicherweise die imponierendste aller Persönlichkeiten, die ich in meiner Tätigkeit als politischer Journalist kennen gelernt und interviewt hatte, sein könnte. In den darauffolgenden Monaten und Jahren verlor ich bald jeden Zweifel darüber. Später wurde mir klar, dass Steve Biko der grösste Mann war, den zu kennen ich die Ehre hatte. "

Apartheid
Als Apartheid wird eine geschichtliche Periode der staatlich festgelegten und organisierten so genannten Rassentrennung in Südafrika bezeichnet. Sie war vor allem durch die autoritäre, selbsterklärte Vorherrschaft der „weißen“, europäischstämmigen Bevölkerungsgruppe über alle anderen gekennzeichnet. Sie begann bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, hatte ihre Hochphase von den 1940er bis zu den 1980er Jahren und endete 1994 nach einer Phase der Verständigung mit einem demokratischen Regierungswechsel, bei dem Nelson Mandela der erste schwarze Präsident des Landes wurde. Heute wird der Begriff manchmal auch als Synonym für rassistische Segregation im Allgemeinen verwendet, zudem wurde das politische Handeln mit solchen Bestrebungen als Straftatbestand ins internationale Recht aufgenommen.

Das Ende der Apartheid
Die Übergangsphase von der Apartheid zur rechtlichen Gleichstellung dauerte von 1990 bis 1994. Während dieser Zeit wurden die verbliebenen Gesetze der Rassentrennung beseitigt. Alle in Südafrika wohnhaften Menschen konnten sich frei und ohne Restriktionen bewegen. Viele Schwarze nutzten diese Chance und zogen in Städte. Des Weiteren war die Übergangsphase geprägt durch blutige Unruhen zwischen der Inkatha-Partei Mangosuthu Buthelezis und dem ANC. Buthelezi, Führer des Homelands KwaZulu, sah durch das neue Staatssystem seine Macht bedroht. Die Unruhen dauerten von 1989 bis 1994 und forderten insgesamt etwa 7.000 Tote. Nebst Buthelezi standen auch Lucas Mangope und Oupa Gqozo, die Führer der Homelands Bophuthatswana und Ciskei, dem neuen System negativ gegenüber. Andere Homeland-Verantwortliche kooperierten mit den Plänen des ANC und versuchten, opportunistisch eine gute Position in den neuen Machtverhältnissen zu ergattern.
Die neue Verfassung sollte 1994 in Kraft treten. Danach würden alle fünf Jahre Regierungswahlen stattfinden. Dazu sollte das Land in neun statt in vier Provinzen unterteilt werden.
Im letzten Moment schwenkte Buthelezi ein, nachdem ihm eine wichtige Position in der neuen Regierung zugesagt worden war. So kam es 1994 zu den ersten allgemeinen Wahlen Südafrikas. Der ANC gewann mit 62,6 Prozent überragend, es folgte die Nationale Partei (NP) mit 20,4 Prozent und die Inkatha Freedom Party mit 10,5 Prozent. Mandela wurde zum ersten Präsidenten im neuen System ernannt. Ihm zur Seite standen zwei populäre Vizepräsidenten, de Klerk von der NP und Thabo Mbeki vom ANC. Buthelezi wurde Premier der Provinz Kwazulu-Natal, er konnte seine Macht also über die bisherige Homeland-Grenze ausdehnen.